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GEGENwART - Jahres-Gruppenausstellung der Landes-Fachgruppe ver.di bildende Kunst in Bayern
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Die Exponate dieser Ausstellung sollen sich laut Ausschreibung mit der Herausforderung beschäftigen, ein friedliches Zusammenleben zu gestalten, bei welchem "hoher Komfort und stetige Produktions- und Müllmengen-Steigerungen des globalen Nordens in die Vergangenheit rücken müssen". Die politisch beeinflusste Landes-Fachgruppe ver.di Bildende Kunst sieht das im Zusammenhang für das globale Zusammenspiel von Frieden, Kultur und Freiheit und als ein bedeutsames Element für den Erfolg von Demokratie und freiheitlicher Grundordnung.
Auch wenn ich im Grundsatz das Anliegen teile - für die Kunst, und das was sie vermag, sind mir diese Vorgaben zu eng gesetzt. Und so habe ich mir mit meinem Beitrag "Freiheitliche Grundordnung" eine sehr freie und übergreifende Interpretation des Themas erlaubt und erfülle damit ja zumindest im Ansatz die Anforderungen.
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Freiheitliche Grundordnung, 200 x 60 cm, Acryl auf Leinwand, 2023
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Mit dem Thema der "Freiheitlichen Grundordnung" ist es mir durchaus ernst. Denn es geht um ein lebendiges organisches Miteinander unterschiedlicher Couleur und Bewegungen, das sich arrangiert, integriert, in Abwechslung zurücknimmt und wieder hervor tut. Ein Miteinander auf einer belastbaren und doch flexiblen Basis, die nichts zementiert, sondern auf jeder Ebene Mitgestaltungsmöglichkeiten bietet. Eigentlich muss ich das nicht erzählen - ist doch offensichtlich, oder??
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Neugierig auf die Beiträge anderer Künstler zu diesem brisanten Thema?
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Kunstpavillon Alter Botanischer Garten München, Sophienstraße 7a
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Di. 01.12.2023 – Sa. 17.12.2023 von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr Vernissage Do. 30.11.2023, 17:00 Uhr
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Informelle Kunst
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Im Linzer Museum Lentos begegnete mir ein Bild des Malers Georges Mathieu. Er gehörte zu den Wegbereitern des "Informel", einer Richtung, die in der Nachkriegszeit (1950er Jahre) entstand - als Protest gegen jede Art von äußerem Zwang. Dynamik, Duktus und Ausdrucksstärke des Bildes haben mich sofort angezogen. Das ca. 6 m breite Bild hat etwas Elektrisierendes. George Mathieu beschreibt seinen Ansatz so: "Es geht um einen schnellen, Vor-Verstand-ungesteuerten Farbauftrag, eine Art Farbrausch, die Farbe drückt sich sozusagen selbst aus." Sein obiges Bild ist als Performance live vor Publikum in ca. 1 Stunde entstanden!
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Le Massacre de la Saint Barthélémy, 250 x 600 cm, 1959
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Hätte ich damals gelebt, wäre ich sicher mit von der Partie gewesen! Denn: Zwänge sind mir zuwider, nicht nachvollziehbare Regeln bringen eine kleine Anarchistin in mir hervor. In demokratischen Zeiten entwickeln sich meine Bilder nicht ganz so ungestüm und eruptiv - von Freiheit erzählen sie dennoch. Meine Kunst sehe ich durchaus in der Nachfolge des Informel: Auch ich setze auf Schnelligkeit um meinen kontrollierenden Verstand zu überlisten, auf Risikobereitschaft in der Umsetzung und ich liebe es, mit zufälligen (Zwischen-) Ergebnissen umzugehen.
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Herbstlinien, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm, 2023
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Und sonst? Was gibts Neues?
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Klein aber fein
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Vom 18. November bis 17. Dezember lohnt sich ein Ausflug nach Aichach bei Augsburg. Dort werden im Köglturm 38 kleine Formate mit max 20 x 20 cm Größe von KünstlerInnen aus ganz Bayern gezeigt. Ich freue mich sehr, mit von der Partie zu sein - und am 2. Dezember bin ich von 14 - 18.00 Uhr vor Ort! Mehr Infos
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Ausblick
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Meine Linie wird in der 3. Dimension zum skulpturalen Objekt. Im kommenden Jahr wird es zum Jahresanfang in Ausstellung zu sehen sein - weitere Infos folgen.
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Fundstück
Schon sehr aussagekräftig für die aktuelle Zeit, wenn man dem Publikum nichts mehr zumuten möchte, sondern Kunst als Erholungsraum anbietet!
Nicht immer ist das Anliegen von Kunst und Kultur so brav!
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Ich wünsche dir viel Freude an, mit und durch
Kunst!
Herzlichst, Edith
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