
Offene Bildräume aus Farbe, Form und Beziehung
Kunst ist für mich Erlebnis-, Reflexions- und Erkenntnisraum. Meine Malerei beginnt mit Farbe und entwickelt sich aus der Auseinandersetzung mit dem, was im Prozess entsteht. Farbflächen, Material, Papierfragmente und gestische Spuren treten miteinander in Beziehung; jede neue Setzung verändert das bereits Vorhandene.
Mich interessiert, wie aus unterschiedlichen Setzungen ein zusammenhängender, zugleich offener Bildraum entstehen kann. Formen dürfen Assoziationen hervorrufen, ohne sich auf eine eindeutige Bedeutung festzulegen. Leichtigkeit entsteht dort, wo ein Werk diesen Freiraum bewahrt.
Mein Verhältnis zu Farbe und Raum ist früh durch meinen Vater, selbst Maler, geprägt worden. Über dreizehn Jahre eigener Praxis hat sich daraus eine Bildsprache entwickelt, in der sich zunehmend verbindet, was früher getrennt war: Abstraktion und Figuration, Figur und Grund, Intuition und bewusste Setzung.
Dieses Denken in Beziehungen prägt auch meinen Umgang mit Ausstellungsräumen. Ich beziehe Architektur, Nutzung und Atmosphäre eines Ortes in meine Entscheidungen ein. Das Werk soll nicht nur für sich stehen, sondern in Beziehung zu seinem Ort und zu den Menschen treten, die ihm begegnen.
Themen- und Spannungsfelder
Offenheit / Festlegung
Beziehung / Eigenständigkeit
Instabilität / Stabilität
Dichte / Leere
Erkennbarkeit / Auflösung
Medien
Malerei, Zeichnung und Collage
Acryl, Pigmente, Wachs, Grafit, Tusche, Papier, Vlies, Leinwand
Objekte
Kunststoff, Draht, Papier, Wachs
